FCSP 1-3 1.FC Kaiserslautern; 30.11.2014 Immer weiter nach vorne

Moin moin liebe Freunde des runden Leders,

Zwei Tage nach der nächsten Niederlage des magischen FC gegen den 1.FC Kaiserslautern ist drei Tage vor dem ersten Auswärtssieg der laufenden Saison.

Morgens um neun is früh… arg früh… aber wenn es schon mal ein wenig Abwechslung in die Heimspielroutine gibt, dann nehmen wir die auch mit. Also morgens um neun zum Treffpunkt der Südkurve zum Frühstück. Das weitaus größere Problem als das frühe Aufstehen machte sich schnell bemerkbar. Es war arschkalt. Deshalb machten wir uns gegen halb elf auf zum Fanladen, Tickets holen, verteilen, Sticker kaufen, Freunde begrüßen und merken, wie die Vorfreude hochkocht. Oh man, ich hatte so Bock auf das Spiel. Getreu dem Motto „Irgendwann muss es ja mal klappen“ knüpfe ich meine Hoffnung an einen Sieg nicht mehr an die Kategorie „gute/schlechte Gegner“. Mir egal, wen wir wegdonnern, hauptsache es passiert.

Also rein ins Stadion, sich wieder wundern, dass man so weit ins Viertel sieht… ah ja, Nord fehlt immer noch. Eine kleine schnuckelige Tribüne für den Gästeanhang füllt die doch enorme Lücke ein wenig.

Kurz vor dem Spiel die Info, dass Bentley Bexter Bahn spielt. Hätte ich nicht mit gerechnet, aber wenns hilft, gerne doch.

Wenn man die letzten Spiele gesehen hat, wundert es nicht, dass Meggi umstellt, auch natürlich auf Grund der Verletzung von Ratsche, den wir ziemlich vermissen werden.

Zum Spiel selbst:
Wer die Spiele gegen Karlsruhe, Heidenheim und Leipzig (Nürnberg mal TEILWEISE ausgeklammert) gesehen hat, konnte eine ganz klare Leistungssteigerung bei unseren Jungs feststellen. Natürlich war noch nicht alles auf dem Niveau, auf dem wir das haben wollen, aber man sieht, dass sich was tut. Dass wir weiterhin unsere Problemchen haben, sieht man an den zwei Gegentoren, welche mal wieder viel zu einfach fallen… man man man… wie sollen wir den Spiele gewinnen, wenn wir immer erst mal zwei Dinger fangen?!? Die Mannschaft hat sich dann aber ins Spiel gekämpft und ich würde behaupten, dass wir über weite Strecken die klar bessere Mannschaft waren. Der Anschlusstreffer von Marcel Halstenberg gab den Rängen, sowie den Boys in Brown nochmal einen Schub. Die Stimmung würde ich als, für die sportliche Situation, ziemlich gut beschreiben, auch wenn man doch merkt, dass längst nicht die ganze Süd so supportet, wie sie könnte. Leute! Die GANZE Kurve singt und tanzt für dich!!!

Dass in unserer Druckphase mit Hilfe eines Konters das 3:1 fällt bricht uns dann das Genick. Da waren wir dran, und hätten es auch verdient, dass 2:2 zu machen. Das Ding geht Tschauner durch die Beine… das passiert so auch nicht jedes Mal… aber so isses zur Zeit… haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh.

Und so folgt der Abpfiff, eine kämpferische Leistung wird diese Mal leider nicht belohnt. Wenn sich die Mannschaft aber weiter so steigert wie vom letzten Spiel zu diesem, dürfte zumindest Aalen wegzuhauen sein, Darmstadt müsste dann auch überrollt werden… Ingolstadt und Bochum können wir dann zumindestens das Leben ein wenig schwer machen.

Ein weiteres Thema, welches relativ schnell nach dem Spiel durch die Gesprächsrunden und sozialen Netzwerke geht, ist der Umgang von USP mit der Niederlage.

Kurz zur Erläuterung:
Nach Abpfiff ruft USP auf, dass alle die Süd verlassen, dass es keine Gesänge und kein Applaus für die Mannschaft geben soll. Zeitgleich hängt eine Tapete am Zaun mit dem Beginn „Ist das euer Ernst?“, gefolgt von den Ergebnissen der letzten Spiele.

Ist das euer Ernst?
Quelle: kleinertod.files.wordpress.com

Nun darf natürlich jede_r seinen Frust über die derzeitige sportliche Situation ausdrücken, wie er/sie es für richtig hält. Genauso darf auch jede_r seine Meinung dazu haben. Dass in Zeiten der digitalen Gesellschaft auch jede_r meint, diese, seine Meinung auch öffentlich zu machen, ist ein Fakt, den man toll oder nervig finden kann. Meiner Meinung nach sollte man aber, wie in den Diskussionen der letzten Wochen und Monaten auch des öfteren erwähnt, trotz allem Misserfolg, trotz frustrierenden Spielen, etc. nicht vergessen, dass man erst denkt, bevor man seine Meinung kundtut. Als Beispiel für die nicht-einhaltung dieser goldenen Regel sei nur erwähnt, dass man schon lesen kann, dass das Präsidium unfähig wäre. Nothing more to say. RAFFT EUCH!

Zu der USP Aktion gibt es natürlich Redebedarf. Auch muss ich zugeben, dass ich diese Reaktion nach einem Spiel wie gegen Leipzig verstanden hätte, nach dieser Leistung war ich aber doch anderer Meinung. Ich bin da halt irgendwie sportlich ungebundener und, wie es auch in der letzten Basch steht, stehe ich in jedem Spiel erneut mit Feuer und Flamme in der Kurve. Natürlich frustet mich die sportliche Situation auch, aber ich entscheide nach jedem Spiel aufs neue, ob die Mannschaft gekämpft hat oder nicht. Und das hat sie meiner Meinung nach getan, vor allem in Halbzeit zwei.

Dass solch eine Aktion aber natürlich auch vorbereitet sein muss, ist ja klar, oder soll man nach dem Abpfiff anfangen ne Tapete zu pinseln?? Die Kritik daran, dass USP das ja schon vorbereitet hatte etc. ist für mich unverständlich.

Wie aber oben schon beschrieben muss es aber immer akzeptiert werden, wenn jemand oder eine Gruppe seinen Protest anders ausdrückt, wie ich es in diesem Moment evtl als richtig empfinde.

Trotz allem sollte man aber fair miteinander umgehen. Auch das gehört zu Sankt Pauli und zu seinen Werten.

Block
Quelle: kleinertod.files.wordpress.com

Wie gesagt, war die Aktion nicht gerade das, was meinen (Protest-)Nerv in der Situation getroffen hat, aber man muss sich jetzt auch der sportlichen Realität stellen und diese sagt: Platz 18, 12 Punkte aus 15 Spielen, -17 Tore.

Und DAS, so sind wir uns doch hoffentlich alle einig, ist nicht das, was der FC Sankt Pauli verdient hat. Nun muss mal was passieren, der Grundstein Hoffnung ist, für mich jedenfalls, gelegt. Ich kann nur hoffen, dass wir jetzt mal aufhören, jede ansatzweise gute Leistung mit einem Desaster zu beantworten. Konstanz (nicht die Stadt) ist das Zauberwort. Wenn wir es mal schaffen, und wir kommen einfach nicht drumrum, dass wir mal 4-5 Spiele eine gute Leistung zeigen, dann müssen wir uns an die rote Laterne gewöhnen und da hab ich kein Bock drauf.

Jetzt alle zusammen! Blablabla Durchhalteparolen blabla… Auch wenn wir seit Wochen das gleiche hören und sagen, was anderes gibt es jetzt einfach nicht mehr.

Es gibt nur noch ein „nach Vorne!“, nur noch ein „wir gegen den Rest der Welt!“. Und ich will verdammt sein, wenn wir das nicht schaffen.

FORZA SANKT PAULI
FÜR FUCKING IMMER MIT DIR!
H2Flo

Es schreiben noch:
Kleiner Tod
Breitseite
Bilder von USP
Keep calm and follow Sankt Pauli
Kiezkieker
Metalust & Subdiskurse Reloaded
Stefan Groenveld
Beebleblox
Sankt Pauli Mafia
Sitzblogade
Magischer FC


1 Antwort auf „FCSP 1-3 1.FC Kaiserslautern; 30.11.2014 Immer weiter nach vorne“


  1. 1 Kai Jordan 03. Dezember 2014 um 18:48 Uhr

    Genau so sehe ich es auch…ich will verdammt sein, wenn wir es nicht schaffen. Kleiner zynischer Seitenhieb sei aber erlaubt…so sagte der Fussballteufel auf das „ich will verdammt sein“: „Kannst Du haben“…

    Auf deutsch, es muss UNBEDINGT verhindert werden…

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